ROBERT ZIELASCO

Mischtechniken auf Leinwand
2.April bis 2.Juni 2006


VERNISSAGE am Sonntag, 2. April 2006, 17.30 Uhr


Einführung Margot Gottschick im Gespräch mit dem Künstler

Ohne Titel, 2005 - Diptychon - 160 x 110 cm - Mischtechnik auf Leinwand


Robert Zielasco


1948 geboren in Wien
1967-72 Besuch der Akademie d.Bildenden Künste Wien

Einzelausstellungen seit 1977

Künstlerhaus Salzburg, A / Modern Art Galerie, Wien, A / Citadel Theatre, Edmonton, Kanada / Galerie Pabst, München, BRD / Galerie G., Linz, A / Strand-Galerie, Hamburg, BRD / Galerie Grösel, Salzburg, A / Galerie Gabriel, Wien / Galerie Passmann, Freiburg, BRD / Galerie Carinthia, Klagenfurt, A / Palais Liechtenstein, Feldkirch, A / Kunstverein Salzgitter, BRD / Galerie Jaquester, Paris, F / Leuenberger & Partner, Basel, CH / Galerie Grüner-Jelinek, Köln, BRD / Galerie Leu, Rottach-Egern, BRD / Schloß Gracht, Bonn, BRD / Galerie Fontainas, Brüssel, B / Galerie Nordstrand, Oslo, N / Kunstverein Saab, Saab, S / Galerie De Lange, Emmen, NL / Galerie Tendenz, Sindelfingen, BRD / Galerie van Hoof, Antwerpen, NL / Galerie Bergstraße, Weinheim, BRD / Linea Art, Genf, B / Galeir Wild, Frankfurt, BRD / Galerie Gottschick, Tübingen, BRD / Galerie Billy Strauss, Nabern-Teck, BRD / Diepold Schilling, Luzern, CH / Gildewart Galerie Reinecke, Osnabrück, BRD / Galerie Anders, Lünen, BRD / Galerie Donath, Troisdorf, BRD / Galerie Vetter, Düren, BRD / Galerie Gig, Wien, A / MacCann-Erickson, Prag, CS / Galerie Anders, Münster, BRD / Art Piu, Basel, CH

Internationale Präsenz
ART' Basel, CH / Kunstmarkt Düsseldorf, BRD / ART Köln, BRD / Art Fair, Stockholm, S / D'art actuel, Liege, B / Arte Nuova, Flawil, CH / RAI, Amsterdam, NL / Art Zürich, CH / Art Frankfurt, BRD / Art Miami, USA / Art Karlsruhe, BRD


Text von Dr. Rainer Zerbst

Die Bilder von Robert Zielasco gefallen ganz spontan, fast instinktiv. Das liegt vor allem an seinen Farben. Nicht immer trifft man auf derart strahlende, leuchtende Farben: Sein Blau zum Beispiel: von unergründlicher Tiefe, nicht genau in seinen Farbnuancen bestimmbar, aber faszinierend schön. Sein Gelb, meist etwas eingedunkelt, warm, anheimelnd; Gelb kann ja auch ziemlich giftig wirken. Oder sein Braun: es erinnert an Erdiges, auch an Rostiges, und wenn es dann auch noch etwas matt auf der Leinwand liegt, wie eine samtene Fläche, dann möchte man am liebsten mit dem Fingerrücken darüberfahren.

Nur: man weiß nicht, was es bedeuten soll. Einfach nur schön - das kann es nicht sein, und dagegen spricht auch, dass es auf diesen Bildern viele Elemente gibt, die einem puren Wohlgefallen entgegenstehen, auch wenn solche Empfindungen natürlich immer stark subjektiv sind. Da fahren spitze Keile in eine harmonisch dahinfließende Farbfläche, da drängen sich Materialien in den berühmt-berüchtigten ersten Pinselstrich auf die noch unberührte Leinwand - was ja genau genommen ein unerhörter Akt ist, eine Dreistigkeit sondergleichen: Ein Stück intakte, unberührte Leinwand, eine völlig gleichmäßige Fläche, mit Farbe zu zerstören.

Handlungen sind diese Bilder also, Handlungen mit Farbe, und Zielascos Umgang mit der Farbe öffnet dem Betrachter noch ein weiteres Mal die Augen. Denn er weist ihn darauf hin, was Farbe ist. Farbe ist nicht Mittel, um ein Bild zu malen, Farbe ist völlig selbständig, ist ein Material, das die verschiedensten Zustände annehmen kann: Es kann fließen, es kann sich zusammenballen, es kann stumpf werden, es kann im Licht wie eine Spiegelfläche strahlen.

Alles findet sich bei Zielasco. Das Material, an sich tot, wird bei ihm lebendig, und wir sehen diesem Lebendigwerden auf diesen Bildern buchstäblich zu.