WOLFGANG THIEL

mensch du !
Arbeiten von 1989 2004
26.Juni bis 10.September 2005


VERNISSAGE am Sonntag, 26.Juni 2005 ab 11.30


Einführung 12.00 Uhr Margot Gottschick im Gespräch mit Wolfgang Thiel

Vorstellung des neuen Kataloges mensch du!
Die Galerie ist an diesem Tag bis 17.00 Uhr geöffnet.

Der Künstler wird anwesend sein


WOLFGANG THIEL
Sitzende, wohl in bewegtem Gestus - Aluminiumrohr, lackbemalt
h = ca. 4m

   
1951 geboren in Zweibrücken
1970-76 Studium an der Universität und an der Staatlichen Akademie der Bildenden Künste Stuttgart
1968-91 Lehrauftrag an der Staatlichen Akademie der Bildenden Künste Stuttgart

lebt in Stuttgart und Plochingen

Ehrungen
1985 Sonderkoje Württembergischer Kunstverein Stuttgart
1990 Kunstpreis der Stadt Stuttgart mit Heinz Schanz und Jürgen Brodwolf in der Galerie der Stadt

Aktivitäten
seit 1984 Arbeiten im öffentlichen Raum und Großprojekte
seit 1994 Angewandte architekturbezogene Gestaltungen
seit 1997 zahlreiche Einzel- und Gruppenausstellungen

Wolfgang Thiel ist in bedeutenden öffentlichen und privaten Sammlungen vertreten

Monographische Veröffentlichungen
1987 Katalog Madonnen und Hölzer
1991 Katalog Galerie Wild, Frankfurt
1996 Katalog Kreissparkasse Göppingen
1997 Katalog Städtische Museen Heilbronn
2004 Thiels Gärten und das Licht der Cote d' Azur.
        das gelb. das grün. das blau
2005 mensch du! - figurative Skulptur

Thiels Thema ist ganz bewusst der Mensch, besser gesagt das "du" am Menschen, denn weder spielt das Selbstporträt noch überhaupt das konkrete Bildnis eine tragende Rolle (auch wenn Porträthaftes in mancher Plastik erkennbar wird). Von ein paar Hutmafiosi-Typen abgesehen, ist dieses Du weiblich, tritt als Amazone, Engel, Madonna, Weibsbild usw. auf, das heißt, es agiert, flaniert, thront: theatralisch allemal im besten Sinne - modisch bewusst, offenherzig, bühnentauglich.

Thiels Plastiken mögen extrovertiert daherkommen, sie mögen uns - schon in den Größenabmessungen - oft über den Kopf hinaus wachsen: immer nehmen sie Maß am Menschen, immer regen sie uns an, die Welt nicht durch eine düstere oder auch nur rosa, sondern durch eine vielfach-bunte (bevorzugt gelbe oder grüne) Brille zu sehen: Thiels M ädchen, Madonnen, Mannequins bekennen sich zur Theatralik ohne pathetische Überheblichkeit, beherrschen die grellen Töne genauso wie die leisen, agieren souverän auf dem doppelten Boden ausgeglichener Heiterkeit und tiefer Melancholie - ein augenzwinkernder Existenzialismus.
Dr. Günther Baumann ( Auszug aus dem katalog mensch du! )