VERNISSAGE am Sonntag, 6.Mai 2001 um 17 Uhr

Der Künstler wird anwesend sein.
Einführung: Werner Meyer - Kunsthalle Göppingen
6.Mai bis 30.Juni 2001
AXEL F. OTTERBACH
Skulpturen und Zeichnungen
 
1948 geboren in Isny, Allgäu
1965-1969 Ausbildung zum Bildhauer in München / Stein-
bildhauerlehre, Fachschule f. Kunsthandwerk u. Gestaltung
1973-76 Ausbildung zum Restaurator in Ulm
1979 Stipendium der Kunststiftung Baden-Württemberg für Florenz und Carrara, Italien
1989-2000 Dozent für Bildhauerei an der Freien Kunstakademie Mühlhofen, Bodensee
2000 Gründung der Bildhauer-Atelierschule in Bad Waldsee
seit 2000 Dozent für Dreidimensionales Gestalten an der Akademie für Gestaltung im Handwerk, Ulm

Ausstellungen
Basel, Schloß Mochental, Villingen-Schwennigen, Wangen/Allgäu, Ascona/Schweiz, Engen/Hegau, Stuttgart, Ravensburg, Friedrichshafen, Tübingen

Thomas Knubben

Masse - Licht - Zeit

Axel Otterbachs Skulpturen sind Kunstwerke des Gegensatzes. In ihnen artikuliert sich die Dialektik von Masse und Eleganz, Kompaktheit und Öffnung, Statik und Bewegtheit, Konstruktion und Organik, Härte und Sanftheit, Dichte und Transparenz, von Licht und Schatten, Erdverbundenheit und Transzendenz, Zeit und Unendlichkeit. Der Ausgangspunkt seiner Arbeit ist der Stein in seiner ganzen Härte, in seiner kompakten Massivität, seiner abweisenden Unzughänglichkeit. Albert Camus schrieb: "Der Kampf gegen Gipfel vermag ein Menschenherz auszufüllen." Und: "Jeder Gran dieses Steins, jeder Splitter dieses durchnächtigten Berges bedeutet allein für ihn eine ganze Welt." Axel Otterbach hat diesen Kampf aufgenommen. Sein Bemüen besteht gleich Sisyphos darin, das Gewicht und die Kantigkeit des Steins zu überwinden, ihn von der Masse zu befreien und dem Licht zuzuführen.
Die Skulpturen Axel Otterbachs lassen sich im Rück- und Überblick unter drei Leitmotive fassen: Masse, Licht und Zeit. Sie markieren verschiedene Phasen seiner künstlerischen Entwicklung und kennzeichnen zugleich die zunehmende Komplexität seiner Fragestellung.