ERICH MANSEN
Achtzig
Öl-Aquarell-Zeichnung
6. Dezember 2009 - 23. Januar 2010


VERNISSAGE am Sonntag, 6. Dezember 2009, 11.30 Uhr


Zum Schaffen von Erich Mansen spricht Wolfgang Urban
Diözesanmuseum Rottenburg

Buffet, 2006 - Öl auf Leinwand, 200 x 130 cm



1929 geboren am 30.Dezember in Flensburg
1950-54 Studium an der Staatlichen Akademie der Bildenden Künste, Karlsruhe bei den Professoren Otto Laible und Walter Becker - sowei an der École Nationale Supérieure des Beaux-Arts Paris bei Professor Brianchon
1954-71 Kunsterzieher an Gymnasien in Schleswig, Flensburg und Reutlingen sowie Studienseminar Tübingen
1962 Umzug nach Reutlingen. Beginn des zeichnerischen Werks, Begegnung mit HAP Grieshaber
1971-95 Professor für Zeichnen und Malen an der Staatlichen Akademie der Bildenden Künste Stuttgart
1976-86 Atelierin Kißlegg/Allgäu. Beginn des malerischen Werks
seit 1987 Atelier in Reutlingen
1993 Umzug nach Lichtenstein

Prof. Günther Wirth, 2009

In der Tat sieht diese Malerei auf den ersten Blick spontan, schnell und zielgerichtet aus, aber im Detail wirkt manches auch lange überlegt, abgewogen, zunächst sogar nur ertastet. Hinder dem verkürzt und vehement Hingeschriebenen könnte, so ist anzumerken, lange Überlegung und klarer Entscheidungswille stehen. Denn dieser außerordentliche Künstler ist ein Maler von umfassender Bildung, dem kunstgeschichtliches Wissen auch intellektuelle Eingriffe in den Malvorgang ermöglicht. Darauf beruht die Fähigkeit Erich Mansens, den Raum seiner Bilder so zu formen, zu konstruieren, zu malen, dass dieser Raum mit seinen Treppen und Schluchten wie ein Still-Leben erscheint. Und zwar ein Still-Leben als geordnetes Chaos. Fast immer weist dieser Raum auch etwas Fragmentarisches auf, das sich deshalb verstärkt, weil mehrmals in einem Bild verschiedene Räume erscheinen, die perspektivisch unterschiedlich sind, sich verschränken oder verkanten. Es ist genau so wie es der unvergessene Kurt Leonhard in seinen Lichtensteiner Notizen schrieb: "Farben können innerhalb schwarz-grauer Zeichenkonstellationen zu Gast geladen sein, aber dennoch die Bildwirkung entscheidend bestimmen."