WOLFGANG ISLE

1945 - 1996
3.Oktober bis 24.November 2007


VERNISSAGE am Mittwoch, 3.Oktober 2007 um 11.30 Uhr

( Die Galerie ist an diesem Tag bis 17 Uhr geöffnet )

Einführung 12.00 Uhr
Prof.Dr. Klaus Schuhmacher, Dresden

Öffnungszeiten:
Mi-Fr 15.30 - 19 Uhr, Sa 11 - 15 Uhr und nach Vereinbarung



Frenetischer Jubel 1995
Öl auf Leinwand, 180 x 150 cm


Wolfgang Isle

1945 geboren in Rodheim v.d.H.

1965 - 1968 Besuch der Abendschule, der staatlichen Hochschule für bildende Künste in Frankfurt/Main bei Prof. Hergenhahn
1969 - 1972 Tätigkeit als Werbefotograf
1972 - 1978 Studium an der Hochschule der Künste Berlin bei Prof. Marwan, Studium Film und Video, Hochschule der Künste bei Prof. Ramsbott, Studium der Kunstgeschiche an der Technischen Universität in Berlin bei Prof. Manteuffel, Prof. Heikamp
1973 Begegnung mit Allan Kaprow und Wolf Vostell während der Aktion der Avantgarde 1973 in der Akademie der Künste Berlin - Herstellung von Videofilmen für Taka Immura
1974 Gründung der Gruppe Ara Ara mit Barbara Heinisch, Rainer Fetting u.a.
1979 - 1980 Organisation und Veranstaltung von Film- und Videoseminaren an der Hochschule für Künste Berlin und Singen
1981 - 1983 Lehrauftrag an der Mettnauschule Radolfzell, Bodensee
1996 gestorben in Öhningen


Ausstellungen
1976 Haus der Kirche, Berlin | 1977 Galerie "Salon der neuen Kunst", Berlin | 1979 Hochschule der Künste, Berlin | 1980 Kulturzentrum G.e.m.s. Rielasingen | 1982 Galerie Holbein, Lindau/Bodensee; Galerie Why, Hamburg; Galerie Haag, Friedrichshafen/Bodensee | 1983 Galerie Vayhinger, Radolfzell/Bodensee; Städtische Galerie Tuttlingen | 1984 Nikolskoe, Berlin; Galerie im Torschloß, Tettnang | 1985 Galerie List, Hannover; Galerie Kreutzmann, Berlin | 1986 Art-Treff, Konstanz; P.P.ART Wiesbaden | 1987 Galerie Kleber, Berlin; Galerie Natibs, Berlin | 1988 Galerie Vayhinger, Radolfzell | 1989 Galerie am Wall, Braunschweig; Galerie Hirschmann, Frankfurt/Main | 1990 FIAC Paris mit Galerie Hirschmann (Frankfurt/M) | 1991 Art Cologne Köln mit Galerie Hirschmann (Frankfurt/M) | 1993 Galerie Hirschmann, Frankfurt/Main; Janus Avivson Gallery, London; Art Galerie Armand Caasch, Dudelange/Luxemburg; "Sonderausstellung" Kunstausstellung Allensback | 1994 Galerie Hirschmann, München; Galerie Gottschick, Tübingen; Galerie Vayhinger, Radolfzell | 1996 Galerie Gottschick, Tübingen

Beteiligungen / Messebeteiligungen
u.a. FIAC, Paris | ART Basel | Art Cologne | Art Frankfurt | Galerie Becker, Cannes | Gallery "the time is always now", New York


Farbschreie, schmerzverzerrte Figuren, geschundene Körperlandschaften: Eruptiv, fast vulkanisch, nicht selten chaotisch muten Isles Tableaus an; der flüchtige Blick könnte sie für malerische Explosionen und unmittelbare Farbaktionen halten, wie man sie von den "Neuen Wilden" der 80er Jahre kennt. Die initiale Geste ist zweifellos expressiv, darin nähert sich Isle manchen jener Studienkollegen; aber er bleibt nicht bei ihrer direkten Expression von Emotionen und explosiven Augenblicklichkeiten, nicht bei ihrer Liebe zur Oberfläche und manchmal zum Dekorativen.
Wolfgang Isle war ein höchst reflektierter Maler, dessen Bildvisionen prozessual entstanden sind, Schritt für Schritt, Schicht für Schicht, partielle Übermalungen und Freilegung, Dripping, Mischtechniken wie Ölfarben mit Bleistift auf Leinwand dienten der Auseinandersetzung mit dem Sujet, dem Ringen zwischen dem Rationalen und Emotionalen, Hell und Dunkel profilierten die verschiedenen Bildhöhen und -tiefen innerhalb des komplexen Bildraums; die Intensität des Farbgeschehens blieb, nach früherem Ocker und Braun, keineswegs auf die Hauptfarben Rot und Schwarz angewiesen, zu denen sich später viel Blau gesellte und aggressives Gelb; etwa benutzte er ein Weiß, das die Oberfläche zum Leuchten bringt; sie markiert, um wiederum die Tiefe partienweise zu profilieren.
( Dr. Werner Dürrson )