LUDE DÖRING
profil et en face



19.November 2006 bis 20.Januar 2007


VERNISSAGE am Sonntag, 19.November 2006 um 11.30


Einführung: Wolfgang Urban, Diözesan-Museum Rottenburg

Die Galerie ist an diesem Tag bis 17.00 Uhr geöffnet.
Der Künstler wird anwesend sein.


profil 2/2000
Acryl auf Holz - 90 x 90 cm



profile 2000
Acryl + Kohle auf Atex-Platte, 40 x 40 cm



en face et profil 2001
Acryl auf Pappe - 43 x 43 cm

Geboren am 21.12.1925 in Dresden
1932 - 40 Schulbesuch "Rote Schule", Dresden Cotta • 1940 auf Wunsch des Vaters Beginn der Beamtenlaufbahn bei der Reichspost • 1942-45 Einzug zum Kriegsdienst • 1950-53 Studium an der Freien Kunstschule Merz, Stuttgart ( 6 Semester ) • 1967/68 Vier Semester Philosophie bei Max Bense • 1968 Erste Einzelausstellung in Karlsruhe; Erste Teilnahme Jahresausstellung; Künstlerbund Baden Württemberg; Gründung der Gruppe "Arndt-Baumgartl-Döring" • 1969 Erste Teilnahme an der Jahresausstellung des Deutschen Künstlerbundes • 1970 Mitglied im Künstlerbund Baden-Württemberg • 1972 Mitglied im Deutschen Künstlerbund • 1978 Umzug nach Häfnerhaslach (Stadt Sachsenheim) • 1989 Ernennung zum Professor

zahlreiche Einzelausstellungen

Rudolf Bayer
Über das Unberechenbare der Kunst in einer vermeintlich berechenbaren Welt

Adam Lude Döring ist als Zeichner und Maler ein Grenzgänger zwischen Tradition und Moderne, wobei "Tradition" eigentlich "klassische Moderne" meint und Moderne "zeitgenössische Kunst".

Grenzgänger, wei er sich keiner Dogmatik, keinem -ismus anvertraut, weil er vielmehr in größter Unbefangenheit sich aus dem Formelkasten der letzten hundert Jahre bedient, um seine eigene Sprache zu bauen.

Weniger literarisch: Döring ist ein entschieden gegenständlicher Künstler, der die Figur zum Mittelpunkt seiner ästhetischen Überlegungen macht. Dabei greift er Erfahrungen aus der Abstraktion auf, Gegenstände zu Formeln und Formeln zu Gegenständen zu machen. Dieses Pendeln entspricht seiner Denkweise, die analytisch und romantisch gleichmaßen ist. Dörnig kann von einem Satz gebannt sein, eine Linie kann gleiches bewirken. In ebenso tänzerischem Schwung entwindet er sich im Gespräch einer Festlegung, wie er auf dem Papier einer angeblich formalen Logik zu folgen nicht bereit ist.