PETER DEGENDORFER

Flächen und Scripturales
29.April bis 5.Juni 2004


VERNISSAGE am Donnerstag, 29.April 2004 - 19 bis 21 Uhr


Einführung 19.30 Uhr Dr. Ursula Schwitalla, Tübingen

Der Künstler wird anwesend sein

von links:
Colonne bleue
, 2002 - Öl/Holz, 171 x 29,5 cm
Erster August, 1999 - Öl/Holz, 195 x 50 cm
gemini, 2002- Öl/Holz, 171 x 29,5

Peter Degendorfer


1950 geboren in Ulm
1971-76 Studium an der Staatlichen Akademie der Bildenden Künste, Stuttgart
Seit 1977 zahlreiche Ausstellungen im In- und Ausland.
Ankäufe von öffentlichen und privaten Sammlern.



Text von Dr. Günther Baumann, 2002

Flächen und Scripturales
... in die Farbe notiert ...
Polaritäten und Harmonien

Und immer wieder ist es eben Farbe, die die Holztafeln (seit neuestem entstehen auch Leinwände) belebt. Nur Farbe? Degendorfers Farbgespür ist bewundernswert. Kühn legt er Rot, Pink, Orange zusammen, oder Orange und Violett; in jüngster Zeit kommt die Kombination von Blau und Braun dazu - eine Reminiszenz an Eindrücke von Aufenthalten am Atlantik. Man muss gar nicht in die tradierte Symbolkiste attributiver Farben greifen - die synästhetischen und sensalen Entsprechungen und Assoziationen sind spannender. Allein die Grundfarben sind nicht nur rot, gelb oder blau. Rot hat man etwa als die wirkungsvollste, spannendste der Farben beschrieben: physikalisch gesehen, besitzt das Rot eine sehr geringe Energie, wirkt daher samtig und vermittelt einen Eindruck der Geborgenheit, psychologisch ist es eine wilde, ins Aggressive gehende Farbe, unerbittlich - und schön; im Russischen git es tatsächlich ein Wort für 'rot' und 'schön'. Gelb dagegen ist die empfindlichste aller Farben; über das Gelborange springt sie ins gleißend-glühende Rot, auf der anderen Seite der Farbskala huscht sie ins gemächlich-zufriedene, gelegentlich abweisende Grün. Blau dagegen steht für Unendlichkeit, Öffnung schlechthin, gilt jedoch auf für un(an)tastbar, glatt, kalt.