THE AMERICAN DREAM

Ikonen amerikanischer Pop Art

16.November 2003 - 31.Januar 2004


VERNISSAGE am Sonntag, 16.November 2003 von 11.30 bis 17.00 Uhr


Einführung Walter Springer M.A., Tübingen

Steve Kaufmann
Marylin (after Warhol)
Serigrafie auf Lwd - Öl übermalt - 96,5 x 96,5


Andy Warhol: Flower, 1974
Serigrafie/handcoloriert 104x69 cm


AndyWarhol: Joseph Beuys 1980/83
Farbserigrafie - 101,6 x 81,2 cm


Andy Warhol: Goethe, 1982
Farbserigrafie 56/100 - 96,5 x 96,5


James Rosenquist: Pulling out, 1972
Farblithographie - 65 x 77 cm


Claes Oldenburg: o.T., 1976
Farbradierung

Larry Rivers: Hommage to Picasso, 1974
Farbsiebdruck


Peter Max: Woman, 1983
Farbserigraphie - A/P - 74 x 104 cm


New York 1963
Seriöse Kunstkritiker reagieren fassungslos. Junge amerikanische Künstler beginnen die Szene der Kunstmetropole aufzumischen und provozieren mit riesigen Leinwänden, auf denen nichts anderes als Motive aus Werbung, Comic Strips und Kino zu sehen sind. In flächiger Farbigkeit, ohne persönliche künstlerische Handschrift. Noch unverschämter waren die Parolen. Populär sollte Kunst sein, nicht elitär. Keine intellektuelle Geheimniskrämerei, sondern einfach, alltäglich und für jeden auf den ersten Blick verständlich.

Die Pop Art in ihrer üppigen Farbigkeit und kühnen Größe überwältigte das Auge und erwies sich dabei offen für jede Art von Interpretation: So konnte man Warhols Suppendosen in New Yorker Nobelgalerien als Dernier Cri feiern, während das studentenbewegte Deutschland eine besonders raffinierte Form von Konsum- und Kapitalismuskritik in ihnen fand.

Der frühe Tod, den Kritiker dieser frechen Kunst einst prophezeiten, ist nicht eingetreten. Im Gegenteil. Die Pop Art avancierte zur erfolgreichsten Kunstrichtung des 20.Jahrhunderts. Andy Warhol, Robert Rauschenberg, James Rosenquist, Jim Dine und Larry Rivers zählen heute zu den Spitzenstars des internationalen Kunsthandels. Ihre Motive sind längst ins Bildrepertoire des kollektiven Gedächtnisses eingegangen.

Die Galerie Gottschick präsentiert sowohl Originalgraphiken aus den heroischen Tagen des Pop wie auch Künstler, die das Erbe des Pop aufgegriffen und weiter entwickelt haben. Gezeigt werden berühmte Motive von Andy Warhol, Beispiele der genialen Collage-Experimente von Robert Rauschenberg, Claes Oldenburgs freche Pin Up Adaptionen und die visuellen Vexierspiele eines James Rosenquist. Steve Kaufmann ist mit seiner 'Pop Ikone' Marylin vertreten, Peter Max mit seinem monumentalen Farbsiebdruck 'Woman'.