MAX ACKERMANN  (1887 - 1975)
"Verloren ins weite Blau ..."
Bilder - Pastelle - Grafik

13.September bis 28.November 2009


VERNISSAGE am Sonntag, 13.September 2009 um 18 Uhr


Einführung 18.30 Uhr - Dr. Walter Springer, Tübingen

o.T. (Scherzo), 1974 Pastell auf schwarzem Bütten, 35 x 50 cm


Max Ackermann


Auszüge aus
Vom Maler, der die Idylle suchte und Weltentwürfe malte
von Rudolf Bayer

Max Ackermann zählt heute, über dreißig Jahre nach seinem Tod, unbestritten zu den großen deutschen abstrakten Malern, der mit seiner ihm vergönnten über siebzigjährigen Schaffenszeit die Entwicklung der Kunst in die Moderne umspannt, ja manche Entwicklungen mitgestaltet und geprägt hat. Im Stuttgarter Dreigestirn der großen Meister der Moderne ist Max Ackermann neben Oskar Schlemmer und Willi Baumeister der Maler, der am weitesten in unsere Gegenwart hereinragt und ist dabei doch gleichzeitig das Bindeglied zum 19. Jahrhundert ...

Die Titel seiner Werkgruppen "Überbrückte Kontinente", "An die Freude", "Hymne", "Strahlende Pforte", "Kontrapunkte", "Strandbild" weisen auf tatsächliche Visualisierung abstrakter Gedankengegäude durch konkrete Formen hin.

Hier wie in den Gemälden dominiert "seine" Farbe, Blau. Blau gilt gemeinhin als Synonym für Sehnsucht, Romantik, Sauerstoff, Wasser, Leben. ...

Wenn man abschließend realisiert, daß alle großen Abstrakten seiner Generation - Willi Baumeister, Oskar Schlemmer, Erst Wilhelm Nay, Theodor Werner (um nur die wichtigsten zu nennen) schon lange tot waren, als Ackermann sich mit diesen Bildern auf den Weg ins ausgehende Jahrhundert machte, wird die eminent freie und offene Perspektive dieses Malerlebens manifest.